Kann man ein E-Auto über Steckdose aufladen? Elektroauto über die Wallbox oder Steckdose laden?

Das Thema Elektromobilität ist stetig auf dem Vormarsch. Viele Interessierte oder Besitzer eines E-Autos fragen sich jedoch, ob sie ihr Fahrzeug auch über die Steckdose laden können. Wir erklären, warum das auf Dauer keine gute Idee ist und wieso eine eigene Wallbox die bessere und vor allem sichere Alternative ist.

Wir erklären, warum eine Wallbox die bessere Alternative zur Steckdose ist

Kann man eine Wallbox an eine normale Steckdose anschließen?

Prinzipiell lässt sich jedes E-Auto über eine herkömmliche Steckdose laden. Entsprechende Ladestecker und -kabel sind meist sogar im Lieferumfang von Fahrzeugen enthalten. Allerdings wird diese Lademöglichkeit zurecht als Notladung bezeichnet.

Der Grund: Eine herkömmliche Haushaltssteckdose ist nicht für eine solche Dauerlast ausgelegt, die bei der Ladung eines Elektrofahrzeugs nötig ist. Schließlich beansprucht eine Ladung per Steckdose sehr viel Zeit. In der Regel muss ein E-Auto bis zu 24 Stunden an der Steckdose angeschlossen sein, bis der Akku voll ist.

Neben der Tatsache, dass das E-Auto somit selbst bei einer Ladung über Nacht noch nicht vollgeladen ist, besteht zudem die Gefahr der Überlastung. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Brand kommen. Daher sollte ein E-Auto nur in Ausnahmen an einer Steckdose geladen werden.

E-Auto Laden: Darum ist eine heimische Wallbox die bessere Alternative

Statt das eigene E-Fahrzeug über eine herkömmliche Steckdose zu laden, ist eine eigene Wallbox die bessere Lösung. Der größte Vorteil dabei ist deutlich schnellere Ladezeit. Je nach Ladeleistung ist der Akku über eine Wallbox fünf- bis zehnmal schneller aufgeladen als über eine Steckdose. Das entspricht nur wenigen Stunden, die das Fahrzeug an der Wandladestation angeschlossen sein muss.

Neben dem höheren Komfort ist eine Wallbox zudem viel sichererer als das Laden über eine herkömmliche Steckdose. Eine Ladestation wird mit Starkstrom verbunden. Die Installation muss durch eine Fachkraft erledigt werden. Laien riskieren bei der Montage einen lebensgefährlichen Stromschlag. Zudem sind je nach örtlichen Begebenheiten größere Umbauten nötig.

Tipp: Es gibt praktische Komplett-Services, die alle nötigen Schritte bis zur eigenen Wallbox übernehmen. Von der ersten Begehung bis hin zur Auswahl der passenden Wallbox und der finalen Installation. Ein solches Angebot können Sie über das folgende Formular kostenlos und unverbindlich zusammenstellen.

Was ist eine gute Wallbox?

Seit einiger Zeit zählt die Heidelberg Wallbox Energy Control zu den beliebtesten Modellen. Sie zeichnet sich durch eine Ladeleistung von 11 kW aus und ist eine Wallboxen mit integriertem Lastmanagement.

Das bedeutet, dass gleich mehrere Ladestationen des gleichen Herstellers mit ihr verbunden und genutzt werden können. Das ist beispielsweise eine hilfreiche Funktion, wenn Interessierte eine Tiefgarage mit mehreren Wallboxen ausstatten wollen.

Warum Wallbox und nicht Steckdose?

Eine Steckdose ist nicht für die Dauerlast ausgelegt, um ein Elektroauto aufzuladen. Nutzer riskieren eine Überhitzung des Steckers, des Stromkabels und der Steckdose und es zu Bränden kommen kann. Eine Steckdose sollte deswegen nur als Notladung dienen und nur im Ausnahmefall genutzt werden.

Eine Wallbox garantiert im Vergleich zu einer Steckdose eine schnelle und sichere Ladung. Zudem profitieren Besitzer von zahlreichen Vorteilen und können beispielsweise den Ladestand per App kontrollieren oder eine Autorisierung via App oder RFID-Chip einsetzen, wenn mehrere Personen Zugang zur Ladestation haben.

Tipp: Nicht nur für E-Auto-Besitzer ist eine eigene Wallbox eine gute Investition, auch wer ein E-Auto least, kann dann ganz praktisch sein Fahrzeug zuhause laden.

Was spricht für eine Wallbox?

Wer sich für eine eigene Ladestation und damit eine Wallbox Installation entscheidet, kann sich über folgende Vorteile freuen:

  • sichere und schnellere Ladung als über Steckdose
  • hohe Ladeleistung, bis zu 22 kW (Hinweis: über 11 kW sind Wallboxen beim Netzbetreiber meldepflichtig)
  • es gibt zahlreiche Wallbox-Förderungen
  • erhöhter Komfort, da das Auto zuhause z. B. in der Nacht laden kann
  • es besteht das Recht auf eine eigene Wallbox, auch für Mieter
  • Elektromobilität ist zukunftssicher und somit auch eine Lademöglichkeit zuhause
  • es gibt spezielle Auto-Stromtarife
Melanie Baumann

Melanie Baumann gehört als Kind der 90er zum festen Bestandteil der Second-Screen-Gesellschaft. Aufgewachsen mit Handys, bei denen die Internetnutzung noch nicht zum Standard gehörte, ist sie heute begeistert von der überall verfügbaren Onlinewelt.

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