Gibt es stromsparende Heizlüfter? Stromsparende Heizlüfter – wie gut sind sie?

Wer Räume im Winter schnell erwärmen möchte, entscheidet sich oft für einen Heizlüfter. Je nach Wattleistung und Betriebsdauer kann der Stromverbrauch allerdings sehr hoch sein. Gibt es auch Modelle, die energiesparend sind und dementsprechend für keine hohe Stromrechnung sorgen? Wir verraten, was in Sachen Stromsparen bei Heizlüftern wichtig ist und ob es sparsame Geräte gibt.

Wir zeigen, wie sich der Stromverbrauch eines Heizlüfters berechnen lässt

Stromsparende Heizlüfter – das Wichtigste in Kürze zusammengefasst

Mit einer elektrischen Heizung lassen sich Räume in nur wenigen Minuten aufheizen. Beliebt sind besonders Heizlüfter. Wir erklären, ob die Geräte stromsparend sind oder nicht.

  • Anwendung: Heizlüfter sind mobil einsetzbar und vor allem für den Einsatz in kleinen Räumen ausgelegt. Zudem sollten sie nicht unbeobachtet betrieben werden. Wichtig sind Sicherheitsfunktionen, wie beispielsweise Kipp- und Überhitzungsschutz.
  • Leistung: Heizlüfter werden über eine herkömmliche Steckdose betrieben und bieten eine Leistung zwischen 500 und bis zu 3.000 Watt. Entsprechend hoch kann auch der Energieverbrauch sein, wenn die Geräte mehrere Stunden betrieben werden.
  • Leistungsstufen: Bei den meisten Modellen lässt sich die Leistung in verschiedenen Stufen einstellen. Die geringste Stufe wird oft als Eco-Modus bezeichnet. In dieser Stufe läuft der Heizlüfter mit einer geringen Watt-Zahl. Allerdings bedeutet das auch, dass auf diesem Level weniger effektiv warme Luft umgewälzt wird.

Was sind stromsparende Heizlüfter?

Besonders stromsparende Modelle punkten mit verschiedenen Leistungsstufen. Auf dem niedrigsten Level arbeiten sie am stromsparendsten.

Ein solches Modell ist beispielsweise der Pro Breeze Mini Keramik Heizlüfter. Nutzer können die Watt-Zahl in zwei Stufen variieren: 2.000 Watt, um Räume schnell zu erwärmen und 1.200 Watt, wenn das Gerät eine Weile betrieben werden soll.

Als weiteren Vorteil bewerten wir, dass das Gerät über einen Oszillationsmodus verfügt und Wärme in einem Radius von 60 Grad verteilt.

Auch das Modell Rowenta Mini Excel Eco Safe ist ein stromsparendes Modell. Der Hersteller wirbt sogar speziell mit dem ECO-Modus, der eine Energieeinsparung von bis zu 50 Prozent erreichen soll. Wie beim Pro Breeze Heizlüfter bietet auch das Modell von Rowenta zwei Leistungsstufen. Im Eco-Modus 1.000 Watt und im hohen Modus 2.000 Watt.

Rowenta Mini Excel Eco ist für eine Raumgröße von bis zu 25 Quadratmetern ausgelegt und ist dank seines Tragegriffs mobil einsetzbar.

 

Welcher Heizlüfter verbraucht am wenigsten Strom?

Ein Heizlüfter, der wenig Strom verbraucht, bietet gleichzeitig auch eine geringere Leistung. Der Nutzen eines Heizlüfters besteht allerdings darin, mit viel Power aufzuwarten, um kühle Räume schnell zu erhitzen. Statt auf eine geringe Wattleistung zu setzen, empfehlen wir, den Stromverbrauch anhand der Nutzungsdauer zu reduzieren.

Besser ist es, einen Heizlüfter gezielt einzusetzen, statt ihn im Dauerbetrieb laufen zu lassen.

Wie errechnet man den Energieverbrauch eines Heizlüfters?

Um den Energieverbrauch eines Heizlüfters zu berechnen, kann man in folgenden Schritten vorgehen. In unserer Rechnung gehen wir von einem Modell aus, das auf der schwächsten Stufe betrieben wird und dabei eine Leistung von 1.000 Watt bietet. Der durchschnittliche Strompreis liegt laut Verivox aktuell bei 40 Cent (Stand: 08/2022).

Schritt 1: Energieverbrauch pro Stunde in kWh umformen.

1.000 Watt = 1 kWh

Schritt 2: Strompreis pro kWh ermitteln.

Aktuell liegen die Kosten für 1 kWh bei etwa 40 Cent

Schritt 3: Strompreis pro Stunde errechnen.

1 kWh x 0,40 Euro/kWh = 0,40 Euro pro Stunde

In unserem einfachen Rechenbeispiel wird deutlich: 40 Cent klingen nicht allzu viel, doch das betrifft den Sparmodus. Auf hoher Stufe und 2.000 Watt erhöhen sich die Kosten bereits auf 80 Cent.

Ist das Gerät 5 Stunden täglich in Betrieb, steigen die Kosten ebenfalls schnell. Besonders, wenn man davon ausgeht, dass ein Heizlüfter für große Räume nicht ausreicht und um ein zweites Gerät ergänzt werden muss, wodurch sich die anfallenden Kosten im Dual-Betrieb verdoppeln.

So viel kostet der Verbrauch eines Heizlüfters während einer Heizperiode:

Geht man von einem Zeitfenster von etwa einem halben Jahr aus, über die ein Heizlüfter während der kalten Monate zwischen Oktober und März im Einsatz ist, sind das sechs Monate und damit zirka 180 Tage.

Wir gehen von einem Betrieb bei 2.000 Watt aus, mit den genannten 40 Cent pro kWh, was 0,80 Euro an Verbrauchskosten entspricht und dass der Heizlüfter täglich zwei Stunden im Betrieb ist:

180 Tage x 2 x 0,80 Euro = 288 Euro pro Jahr

Fazit: Bei einer täglichen Nutzung von zwei Stunden, belaufen sich die jährlichen Kosten für den Betrieb von einem Heizlüfter, der 2.000 Watt bietet, auf zirka 300 Euro. Bei einem täglichen Betrieb von vier Stunden sind das bereits fast 600 Euro.

Wie viel kostet ein Heizlüfter pro Stunde?

Bei einem Strompreis von 40 Cent pro kWh kostet der Betrieb eines Heizlüfters mit 2.000 Watt 80 Cent. (Stand: 08/2022)

Ist ein Heizlüfter ein Stromfresser?

Ja, im Dauerbetrieb ist der Strombedarf von Heizlüftern hoch und das kann sich bei der Stromabrechnung bemerkbar machen. Wir empfehlen daher, Heizlüfter nur als Ergänzung, nicht aber als Ersatz für eine herkömmliche Heizung zu nutzen.

Taugt ein energiesparsamer Heizlüfter als Ersatz zur Gas-Heizung?

Zahlreiche Nutzer befürchten hohe Gaskosten im Winter oder gar Engpässe bei der Gaslieferung und wollen daher auf Heizlüfter setzen, die für Wärme sorgen.

Allerdings sollten Interessierte dabei berücksichtigen, dass die aktuellen Preise für Gas laut Verivox bei etwa 18 Cent pro Kilowattstunde liegen und damit mehr als halb so günstig ist, als der aktuelle Preis für Strom pro Kilowattstunde mit etwa 40 Cent. (Stand: 08/2022)

Günstiger als eine herkömmliche Gas-Heizung sind Heizlüfter beim Verbrauch deshalb nicht. Im Vergleich zu einem kompletten Heizsystem sind sie allerdings direkt einsatzbereit, müssen nur mit der Steckdose verbunden werden und sorgen in kurzer Zeit für eine angenehm warme Temperatur und für die Inbetriebnahme ist keine Fachfirma nötig. Der Kauf und die Inbetriebnahme sind daher günstiger im Vergleich zu einem Gas basierten Heizsystem.

Bei der Entscheidung zwischen einer herkömmlichen Heizung oder Heizlüfter handelt es sich aber eher darum, ob ein Heizlüfter eine vorhandene Gasheizung ersetzen kann und daher ist der Faktor von Anschaffungskosten und Inbetriebnahme in dieser Fragestellung zu vernachlässigen.

Im Betrieb ist ein Heizlüfter derzeit teurer als die Nutzung einer vorhandenen Gasheizung.

Aber: Ein Heizlüfter kann eine gute Investition sein, um Räume im Winter unterstützend aufzuheizen, falls es beispielsweise im Winter 2022/2023 doch zu Gas-Lieferengpässen kommen sollte.

Wie bleibt der Stromverbrauch des Heizlüfters gering?

Mit diesen Tipps können Nutzer den Stromverbrauch eines Heizlüfters auf einem niedrigen Niveau halten:

Gezielt heizen: Den Heizlüfter gezielt nutzen. Lieber kurz und effizient statt im Dauereinsatz, ohne dass sich beispielsweise bereits Personen im Raum befinden. Je seltener der Heizlüfter im Betrieb ist, desto geringer die Stromkosten. Da Heizlüfter in der Regel schnell für Wärme sorgen, ist ein Vorheizen oft nicht nötig.

Praktische Funktionen: Eine integrierte Zeitschaltuhr lässt sich so einstellen, dass der Heizlüfter nicht versehentlich über einen langen Zeitraum läuft. Bei einem Thermostat schaltet sich der Heizlüfter automatisch ab, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht ist.

Raumgröße: Heizlüfter sind für eine bestimmte Raumgröße ausgelegt. Sind Türen oder sogar Fenster geöffnet, wird die Effizienz der Wärmeproduktion von den Modellen stark minimiert. Nutzer sollten daher bei der Anwendung Türen und Fenster geschlossen halten, um Zimmer gezielt aufzuheizen und die empfohlene Fläche nicht zu vergrößern.

Geräteauswahl: Altgeräte weisen häufig einen sehr hohen Stromverbrauch auf. Daher sollten diese durch neuere Modelle ersetzt werden, die weniger Energie benötigen. Dabei sollten Anwender nicht auf das nächstbeste Schnäppchen warten, sondern lieber auf Qualität setzen und sich für Heizlüfter entscheiden, die einen niedrigen Stromverbrauch haben und dafür ggf. auch etwas mehr Geld investieren.

Energieklasse: Die Energieeffizienzklassen wurden 2021 verbessert und bei vielen elektrischen Geräten entfällt das zuvor bekannte Plus-System mit z. B. A++ und A+++. Die Skalierung wurde mit der intuitiveren Bezeichnung A bis G vereinfacht. Dabei ist A besonders gut und G eher eine schlechte Energieeffizienzklasse.

Allerdings ist die Einordnung von Heizlüftern noch nicht in das einfachere System übernommen worden. Nutzer sollten daher berücksichtigen, dass eine Kategorisierung in A++ dem Standard B entspricht und A der Einstufung D.

Die Umstellung wird dadurch vereinfacht, dass das farbliche Ampelsystem identisch bleibt. A+++ ist ein sattes Grün, wie in der aktuellen Kategorisierung A und damit der besten Energieeffizienzklasse zuzuordnen. Vormals D wird zu G und bildet den schlechtesten Wert in Rot. Daher bildet die Energieeffizienzklasse einen guten Orientierungswert bei der Suche nach einem stromsparenden Gerät.

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Melanie Baumann

Melanie Baumann gehört als Kind der 90er zum festen Bestandteil der Second-Screen-Gesellschaft. Aufgewachsen mit Handys, bei denen die Internetnutzung noch nicht zum Standard gehörte, ist sie heute begeistert von der überall verfügbaren Onlinewelt.

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