Amazon Lex vorgestellt Dieser AWS steckt hinter Sprachassistentin Amazon Alexa

Warum heißt die Sprachassistenz des Amazon Echo Alexa? In ihr steckt der Amazon Web Service Lex, der nun für Entwickler freigegeben wurde. Lex ist der Grund für Alexas Konversationsvermögen, ihre Organisationskunst und Lernfunktion. Die Deep-Learning-Skills des AWS Lex können nun für die Entwicklung von Chatsbots in Anspruch genommen werden, allerdings nicht kostenlos: Amazon lässt sich die Nutzung des Dienstes pro Text- oder Sprachanfrage bezahlen. Die Alexas spezifische Stimme steht für Bots nicht zur Verfügung, dafür kann aus 10 anderen O-Tönen ausgewählt werden.

Der zentrale Bestandteil Lex verlieh Amazons digitaler Assistentin ihren Namen

Lex ist Teil von Amazon Alexa

Mit Amazon Lex lassen sich sprachliche und textliche Konversationsschnittstellen für Anwendungen erstellen. Der vollständig verwaltete Dienst ist Teil der Amazon Web Services und nutzt sowohl die automatische Spracherkennung (ASE), um Sprache in Text umzuwandeln, als auch das natürliche Sprachverständnis (NSV) für realistische Interaktionen in der Konversation mit Anwendungen oder digitalen Assistenten. Die Sprachassistenzsoftware Amazon Alexa basiert auf der Deep Learning-Funktion von Amazon Lex, mithilfe derer sich einfach Chatbots entwickeln lassen, die einer realistischen Konversation mächtig sind und auf verschiedene Anwendungfelder ausgerichtet werden können.

Das kann Amazon Lex

Lex dient der Erstellung von Bots für die Bereiche Information, also Support oder Kundenanfragen; Transaktion, also Bestellungen oder Anfragen; Unternehmensproduktivität und Gerätesteuerung. Der Dienst lässt sich in weitere Amazon Web Services (AWS) wie Amazon Cognito und Amazon Polly integrieren. In Verbindung mit AWS Lambda kann Lex etwa die Back-End-Unternehmenslogik für Datenabruf oder Updates ausführen und übliche SaaS-Anwendungen, zum Beispiel Salesforce, Microsoft Dynamics, Marketo, Zendesk, QuickBooks und Hubspot einbinden. Zudem ist der Service in der Lage, Chatbots mit Multi-Turn-Konversationsvermögen auszustatten – auf den Befehl „Hotel buchen“ reagiert der Bot dann mit der Nachfrage zu dafür benötigten Angaben wie Buchungszeitraum und Ort. Lex bietet zwei Arten von Eingabeaufforderungen: Zum Einholen einer Bestätigung etwa bei Buchungen oder Onlinekäufen und zur Wiederholung des Sprachbefehls bei Nichtverstehen.

Freier AWS für Entwickler

Die Deep-Learning-Strategie von Amazon Alexa ist nun in Form von Lex für Dritt-Entwickler freigegeben. Diese können mit dem Service Chatbots für Internetplattformen, mobile Anwendungen oder IOT-Geräte erstellen und überwachen. Zunächst ist die Anwendung des Dienstes jedoch auf die Region U.S. East beschränkt.

Die mit Amazon Lex erstellten Chatbots ermöglichen etwa die Hotelbuchung per Sprachbefehl

Was kostet die Anwendung von Amazon Lex?

Die Berechnung der Kosten für Lex erfolgt pro von Bots verarbeiteter Anfrage: pro Sprachanfrage werden 0,004 USD fällig, pro Textanfrage 0,00075 USD. Preisbeispiele finden Sie auf der Amazon-Seite. Die Vorversion von Amazon Lex lässt sich kostenlos nutzen.

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homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Expertin für Smart Home-Systeme sowie Home Automation und kritisches Auge der home&smart-Redaktion. Beobachtet die Start-up-Szene rund um das Thema Smart Home und geht in ihren Beiträgen der Frage nach, wie das intelligente Zuhause unser Leben Ressourcen-schonender und umweltfreundlicher gestalten kann. Spezial-Themen: Solartechnologien, Alexa-Skills sowie smarte Klimatechnik.

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