Sicherheitsmaßnahmen gegen Raubüberfälle und Trickbetrug Anwesenheitsschutz – So schützen Sie sich und Ihre Familie

Wenn Kriminelle sich bei einem Einbruch unbefugt Zutritt zum eigenen Zuhause verschaffen, während man nicht zuhause ist, ist das bereits sehr schlimm für die Bewohner. Sind Kriminelle jedoch vor der Tür oder bereits im Inneren, während man zuhause ist, besteht ungleich größere Gefahr, denn dann geht es um Leib und Leben. Trickbetrug, Raubüberfällen und nervigen Abo-Verkäufen an der Tür kann jedoch mit der richtigen Sicherheitstechnik sprichwörtlich ein Riegel vorgeschoben werden: Türketten, Spione, Überwachungskameras, Gegensprechanlagen, Notrufmelder und smarte Alarmsysteme erhöhen den Schutz bei An- und Abwesenheit. Auch Stalking-Opfer profitieren von unseren Tipps für ergänzende Schutzmaßnahmen  für ein Stück mehr Sicherheit in den eigenen vier Wändern.

Ein digitaler Türspion verhindert, dass ungebetene Besucher sich beim Tür öffnen herein drängen können

Einbruchschutz und Anwesenheitsschutz bei Überfällen

Anwesenheitsschutz bezeichnet Sicherheitsmaßnahmen gegen Überfälle durch Kriminelle, Trickbetrüger, Stalker oder einfach nur ungewollten Besuch. Hier lassen sich sowohl ganze Häuser als auch Wohnungen leicht nachrüsten und sicherer machen. Auch in Abwesenheit sind die Komponenten nützlich, sie funktionieren dann als Einbruchschutz. Besonders ältere, alleinstehende Menschen, die körperlich nicht mehr allzu fit sind, werden gerne Ziel häuslicher Überfälle. Sie werden an der Haus- oder Wohnungstür um den Finger gewickelt und überwältigt. Mechanische Schutzmaßnahmen wie Türketten und mechatronische Sicherungstechnik in Form von Videotürklingeln und ähnlichem können nicht nur solche Überfälle verhindern, sie geben im Alltag generell ein sichereres Gefühl, auch für Alleinstehende oder Besitzer von abgelegenen Immobilien.

Dank einer mechanischen Türkette kann lässt sich diese Tür nicht einfach von außen aufdrücken

Notruf- und Überfallmelder gegen Stalker

Stalking-Opfer fühlen sich meist in ihrem eigenen Zuhause nicht mehr sicher – in schwerwiegenden Fällen werden Betroffene rund um die Uhr belagert und ausspioniert. Das kann per Telefon, E-Mail oder WhatsApp erfolgen, aber auch bis zur Konfrontation an der Haustür oder Schlimmerem reichen. Nicht selten kommt es beim Stalking zu Grenzüberschreitungen wie körperlicher Gewalt oder Sachbeschädigung. Dieser Terror hat verheerende Auswirkungen auf die Psyche: Panikattacken, Schlaflosigkeit und Konzentrationsstörungen begleiten den Alltag. Während es sich empfiehlt, die Polizei einzuweihen und rechtliche Schritte gegen den Stalker einzuleiten sowie unterstützende Angebote von Opferschutzorganisationen wie dem WEISSEN RING in Anspruch zu nehmen, bietet Sicherheitstechnik für das Zuhause zumindest das Gefühl, die maximalen Vorkehrungen zur Absicherung getroffen zu haben.

Mit Sicherheitstechnik das Zuhause gegen Überfälle und Einbruch sichern

Um unerwünschte Besucher auf Abstand zu halten oder zunächst einzuschätzen, ob die Person vor der Tür vertrauenswürdig ist, bietet sich die Installation von Türspionen oder Gegensprechanlagen mit Videofunktion an. Digitale Türspione bieten den Vorteil, dass von außen nicht ersichtlich ist, ob von innen jemand hindurchschaut. Panzerriegel, Türketten und Türzusatzschlösser mit Sperrbügel ermöglichen das spaltbreite Öffnen der Haus- oder Wohnungstür und machen den gewaltsamen Zutritt nur mit erhöhtem Kraftaufwand und Lärmaufkommen möglich. So können Unbekannte direkt an der Tür abgewimmelt oder kleinere Pakete ohne Risiko angenommen werden. Gegensprechanlagen und Videotürklingeln lassen sich nicht so leicht nachrüsten wie Zusatzschlösser, schaffen aber noch mehr Distanz zum möglichen Täter, weil für eine Konversation und den ersten Eindruck keine Tür geöffnet werden muss. Im Zweifel sind Bewohner dann in den eigenen vier Wänden sicher und können direkt Hilfe von außen anfordern, etwa durch die Polizei.

Ist es einmal doch zu spät und der oder die Täter sind bereits ins Zuhause eingedrungen, kann ein Notrufsender beziehungsweise Überfalltaster helfen. Notrufsender werden meist durchgehend am Körper getragen und können spontan gedrückt werden, wenn ein Notfall eintritt – sei es ein Sturz oder aber eine brenzlige Situation mit einem Unbekannten an der Haustür. Weniger mobil ist der Überfalltaster: Als Teil einer Funkalarmanlage ermöglicht er einen Alarm per Knopfdruck im Ernstfall. Der Hilferuf kann vor Ort mithilfe einer Sirene laut ausgelöst oder unauffällig an eine Notrufzentrale weitergegeben werden. Hier ist der Nutzer allerdings an den Standort des Tasters gebunden – dieser könnte beispielsweise neben der Haustür oder im Schlafzimmer installiert werden.

Diese Zusatzsicherungen verstärken den Schutz im Zuhause vor ungewolltem Eindringen, Trickbetrug, und Überfällen durch Kleinkriminelle oder Stalker:

  • Türspion (z.B. ABUS 1200, 2160, 2200, 2300)
  • Digitaler Türspion (z. B. ABUS DTS2814, DTS3214, DTS2814rec, DTS3214rec, DTS3218)
  • Tür-Zusatzschloss mit Sperrbügel ( z.B. ABUS2130, 7030, 7035, 7535)
  • Kombiprodukte: z.B. ABUS Secvest Funk-Notrufsender oder ABUS Secvest Funk-Überfalltaster in Verbindung mit der Secvest Alarmzentrale

7 Tipps zum Schutz vor (Raub-)Überfällen und Trickbetrug im eigenen Zuhause

  • Niemals fremden Personen die Tür öffnen, ohne vorher durch das Fenster oder einen Türspion einen Blick auf die Person geworfen und mit ihnen gesprochen zu haben. Im Zweifelsfall durch die geschlossene Tür sprechen oder durch eine Tür, die durch ein Türzusatzschloss mit Sperrbügel gesichert ist.
  • Keine Fremden in Wohnung oder Haus lassen, idealerweise über Gegensprechanlage abklären, ob Person bekannt ist
  • Verlangt das Gegenüber von offizieller Seite Einlass, Dienstausweis oder ähnliche Legitimation verlangen – dafür aber nicht die Tür ohne Sicherungshebel oder ähnliches öffnen
  • Keine falsche Scham: Wird die Person vor der Tür unangenehm oder fühlen Sie sich bedroht, weisen Sie den ungewollten Besuch gut hörbar ab oder rufen Sie laut um Hilfe
  • Niemals persönliche Daten (Kontonummern, Geheimzahlen, Geburtsdatum etc.) angeben – weder an der Tür noch per Telefon
  • Niemals Vertragsunterlagen oder Besuchsbestätigungen zwischen Tür und Angel unterschreiben
  • Nicht unter Druck setzen oder drängeln lassen – mit dieser Masche bringen Kriminelle Sie dazu, Ihr Bauchgefühl zu missachten und wider besseres Wissen zu handeln
Wer sich vorher über Schutzmaßnahmen informiert hat, handelt im Ernstfall richtig

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homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Expertin für Smart Home-Systeme sowie Home Automation und kritisches Auge der home&smart-Redaktion. Beobachtet die Start-up-Szene rund um das Thema Smart Home und geht in ihren Beiträgen der Frage nach, wie das intelligente Zuhause unser Leben Ressourcen-schonender und umweltfreundlicher gestalten kann. Spezial-Themen: Solartechnologien, Alexa-Skills sowie smarte Klimatechnik.