Beliebter Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker im Test - Wie gut ist er? Anycubic Kobra Neo im Test: Lohnt sich der 3D-Drucker?

Der Anycubic Kobra Neo ist einer der beliebtesten 3D-Drucker am Markt. Wir hatten den 3D-Drucker im Test. Wir verraten, ob sich der Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker lohnt, wie sich der Aufbau gestaltet und wie gut die Druckergebnisse sind.  

Die Auto-Leveling Funktion des Anycubic 3D-Druckers ist besonders praktisch

Fazit zu Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker im Test

Der Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker im Test konnte uns nach ersten Anlaufschwierigkeiten überzeugen. Denn seine Druckgeschwindigkeit und Genauigkeit sind für dieses Preissegment sehr gut und bis auf die Haftfestigkeit des Druckbetts hatten wir nichts auszusetzen. In Kombination mit einem Klebespray für 3D-Drucker konnten alle Drucke problemlos durchgeführt werden.

Der Aufbau gelang ohne Probleme und alle Teile waren ordentlich verpackt. Die Plastikverpackungen der Schrauben hätten beschriftet sein können, um den Aufbau noch zu erleichtern. Die Modellgröße von 220 x 220 x 250 Millimeter ist durchaus beachtlich, wenn man die kompakten Maße des Anycubic Kobra Neo 3D-Druckers bedenkt.

Alles in allem können wir den Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker auf jeden Fall empfehlen, wenn ein entsprechendes Klebe-Spray dazu verwendet wird.

Vorteile Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker

Nachteile Anycubic Neo 3D-Drucker 

  • Intuitiver einfacher Aufbau
  • Für Anfänger geeignet
  • Solide Druckgröße
  • Doppelseitiges PEI-beschichtetes Blech
  • Automatisches Leveln
  • Maximale Druckgeschwindigkeit von 100 mm/s
  • Druck hielt erst mit Adhesive Spray auf der Platte

Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker – Design und Ausstattung 

Der Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker kommt in einer schwarzen Optik mit blauen Akzenten. Das gesamte Konstrukt ist mit den Abmessungen von 44,5 x 44,3 x 4,9 Zentimetern kompakt genug, um in den meisten Wohnungen Platz zu finden, ohne groß aufzufallen. Die magnetische PEI-Federstahlplattform lässt sich beidseitig nutzen und wirkt hochwertig und stabil. In unserem Test hatten wir keine Probleme damit, die gedruckten Figuren von der Platte zu lösen. Problematischer war, dass Figuren zunächst nicht auf der Platte hafteten und der Druck somit scheiterte. Die Platte mit Alkohol zu reinigen und mit einem Fixierspray zu besprühen, konnte dieses Problem jedoch lösen.

Der Anycubic Kobra Neo 3D lässt sich in nur etwa 15 bis 20 Minuten zusammenbauen

Der integrierte Proximity-Extruder sorgt dafür, dass die Vibration minimiert wird. In unserem Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker Test waren zwar Vibrationen zu verzeichnen, der Druck wurde dadurch aber nicht behindert.

Der 3D-Drucker von Anycubic erlaubt den Druck 220 x 220 x 250 Millimeter großen Figuren und liefert eine maximale Druckgeschwindigkeit von 100 mm/s. Wir haben im Anycubic Kobra Neo Test jedoch feststellen können, dass die ideale Geschwindigkeit zwischen 50 und 60 mm/s liegt, da es sonst zu leicht zu Druckfehlern kommt. Für den 3D-Druck können hier PLA, ABS, PETG und TPU verwendet werden, solange das Filament 1,75 Millimeter Durchmesser hat. Als Slicing Software stehen Cura, Simplify3D und Repetier-Host zur Verfügung.

Das integrierte Display lässt sich entweder per Drehknopf oder Touch bedienen und das Interface ist sehr übersichtlich gestaltet und erlaubt eine schnelle Angewöhnung.

Als praktisch befinden wir außerdem, dass die Düse des 3D-Druckers problemlos austauschbar ist und eine Ersatzdrüse dem Lieferumfang bereits beiliegt.

Ebenfalls positiv überrascht waren wir davon, dass sowohl eine Mini-SD-Karte als auch ein USB-Stick im Lieferumfang des Druckers enthalten sind. Das ist in dieser Preisklasse durchaus nicht zu erwarten.

Mit dem Adhesive Spray war der Druck ein voller Erfolg

Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker – Besonderheiten und Funktionen 

Besonders bei dem Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker ist die automatische 25-Punkt-Erkennung. Andere Modelle in dieser Preisklasse setzen maximal auf eine 16-Punkt-Erkennung, sodass der 3D-Drucker von Anycubic hier eine deutlich umfassendere Erkennung der Ebenheit der Plattform ermöglicht und die Erfolgsrate beim Drucken verbessert.

Weiterhin ist ein automatischer Filamentauslaufsensor verbaut, der den Nutzer warnt, wenn das Filament zur Neige geht. Dadurch kann der Nutzer den Druckvorgang rechtzeitig pausieren und das Filament nachfüllen.

Auf der mitgelieferten SD-Karte ist die Slicer-Software Cura gespeichert und kann von der SD-Karte aus auf dem Computer installiert werden. Die Software muss aber noch aktualisiert werden, da es sich um eine veraltete Version handelt.

Wem die Slicer-Software zu kompliziert ist, der kann auch Vorlagen aus dem Internet nutzen. Diese lassen sich einfach herunterladen und auf der SD-Karte speichern.

Ab einer gewissen Höhe schaltet beim Anycubic Kobra Neo der im Druckkopf integrierte Lüfter ein. Dieser arbeitet effektiv und ermöglicht auch den Druck von spitz zulaufenden Modellen.

Falls einmal die Stromverbindung verloren geht, ist bei dem Anycubic Kobra Neo nicht automatisch der Druck ruiniert. Meistens kann das Modell an derselben Stelle weiterdrucken, wenn die Stromverbindung wieder hergestellt wurde.

Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker – Aufbau in der Schritt-für-Schritt Anleitung

Der Aufbau des Anycubic Neo 3D-Druckers war spielend leicht und innerhalb von nur etwa 20 Minuten erledigt. Idealerweise wird der Drucker mit zwei Personen aufgebaut, kann aber auch allein zusammengebaut werden. Für den Aufbau sind folgende Schritte notwendig:

    1. Alle Teile des 3D-Druckers aus der Verpackung nehmen.
    2. Das Gerüst der Z-Achse auf der Basis verschrauben.
    3. Den Stopper für die X-Achse befestigen.
    4. Den Druckkopf befestigen und dabei darauf achten, dass das Kabel korrekt von hinten verlegt wird.
    5. Touchscreen an der vorderen rechten Seite anbringen.
    6. Die Halterung für die Spule auf der Oberseite des Gerüsts verschrauben.
    7. Die Kabel befestigen, sodass diese beim Druckvorgang nicht verklemmen.
    8. Alle Kabelverbindungen einstecken. Insgesamt sind 3 Stecker zu verbinden.
    9. Das automatische Leveling der Platte durchführen, um die besten Druckergebnisse zu erzielen.
    10. Abschließend mit einem Blatt Papier die Höhe der Z-Achse überprüfen. Kratzt die Düse an dem Papier, ist die Höhe ideal
Nach der Reinigung und Verhärtung war der Drucker sauber und glänzte leicht

Anycubic Kobra Neo 3D-Drucker – wichtige Tests und Bewertungen 

  • Der Anycubic Kobra Neo Test von techstage.de ergab eine Bewertung von 4,5 von 5 Sternen. Der fehlende Touchscreen beim Display wurde bemängelt, während die Auto-Bed-Leveling Funktion sowie der Dual Direct-Drive Extruder gefallen konnten. (Stand: 02/2023)
  • Bei all3dp.com erhielt der Anycubic Kobra Neo im Test 4 von 5 Sternen und wurde als der beste 3D-Drucker für unter 300 Euro gekrönt. (Stand: 07/2022)
  • Kunden bei Amazon bewerteten den Anycubic Kobra Neo mit 4,3 von 5 Sternen bei über 1.700 Bewertungen. (Stand: 03/2023)

Preise und Verfügbarkeit von Anycubic Kobra Neo 

Anycubic Kobra Neo – Technische Details 

  • Nivellierung: Automatisch, 25 Punkt Nivellierung
  • Druckplattform: 220 x 220 mm
  • Filament-Auslauferkennung: optional
  • Druckmaterialien: PLA / ABS / PETG & TPU
  • Größe der Düse: 0,4 mm Durchmesser (austauschbar)
  • Düsentemperatur: bis 260 Grad Celsius
  • Heizbett Temperatur: bis 110 Grad Celsisus
  • Druckgeschwindigkeit: bis 100 mm/s
  • Bedienelement: 2,4 Zoll LCD Bildschirm mit Steuerknopf
  • Z-Achse: Einzelne Gewindestange
  • Abmessungen: 490 x 445 x 443 mm

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Philip Macdonald

Philip Macdonald geht den Dingen gerne auf den Grund und erklärt neue Technik verständlich und alltagsnah. Seine Leidenschaft gilt innovativen Start-up-Projekten, E-Autos, Computern und allem, was das Technikherz noch hochschlagen lässt. Neben der Arbeit studiert er noch Media, Ethics & Social Change im Master an der University of Sussex.

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