Zukunft von Immobilien Die Immobilienwirtschaft und das Smart Home

Smarte Gadgets sind unter den jüngeren Generationen sehr beliebt. Alexa, Cortana, Google Smart Home und weitere künstliche Intelligenzen erobern zurzeit smarte Geräte bis hin zum Smart Home. Ziel ist es mitunter, die Steuerung vieler Geräte im Haus miteinander zu verbinden und über eine einzige „Fernbedienung“ zu steuern. Da das Interesse derzeitiger oder auch zukünftiger Hausbesitzer und Mieter in diesem Bereich steigt, ist der Aspekt Smart Home auch für die Immobilienbranche immer wichtiger. Was ein Smart Home auszeichnet, inwiefern und warum das Interesse daran steigt und welche Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft damit entstehen, verraten wir Ihnen jetzt.

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Berufliche Zukunft in der Welt der Immobilien

Nicht nur als Käufer oder Mieter spielen Immobilien und der dazugehörige Markt eine wichtige Rolle, sondern auch für diejenigen, die Immobilien anbieten. Viele Berufsfelder in der Immobilienverwaltungsbranche werden durch den derzeitigen Immobilien-Boom immer interessanter. Dazu gehören u. a. Berufe im Immobilien-Management oder als Immobilienkaufmann/frau. Einen Einstieg finden Arbeitssuchende mithilfe einer Weiterbildung im Bereich Immobilien – teilweise sogar mit staatlicher Förderung und nebenberuflich.

Berufszweige und Weiterbildungen, die in diesem Sinne interessant sein könnten, sind:

  • Immobilienmanager
  • Immobilienfachwirt
  • Immobilienökonom
  • Hausmeister
  • Hausverwalter

Wer den Interessensverlauf an heutigen Immobilien beobachtet und die Vorlieben der Kunden berücksichtigt, dem wird schnell klar, dass besonders junge Generationen einen gewissen Wert auf smarte Features im neuen Heim legen. Als Vermittler gilt es demnach, mit der Wahl gewisser Objekte und dessen Ausstattung dieses Interesse zu fördern und zu befriedigen.

Immobilie der Moderne: Das Smart Home

In der Immobilienwirtschaft wird das Smart Home immer gefragter. Makler sollten sich bei einem Objekt demnach auf die Frage vorbereiten, ob auch smarte Technologien bereits vorhanden sind oder welche Möglichkeiten sich in dem Bereich noch ergeben könnten. Hier können die Interessensgebiete der Kunden durchaus variieren, allerdings kristallisierten sich in Vergangenheit schon einige smarte Aspekte heraus, die der Mehrheit wichtig zu sein scheinen.

Sicherheit und beliebte Technologien

Gemäß bereits gemachten Erfahrungen und Umfragen zu dem Thema ist es in erster Linie die Sicherheit, die zukünftige Haus- und Wohnungsbesitzer interessiert. Das beinhalte die Vernetzung von Bewegungsmeldern, Kameras, Alarmsystemen oder Rauchmeldern.

Allerdings gehöre auch vernetzte Unterhaltungselektronik zur wichtigen Ausstattung eines Smart Homes wie verbundene Fernsehgeräte, Soundsysteme oder Player mit dem Internet. Selbst das Thema Energiesparen ist bei vielen Käufern angesagt. Hier sind regulierbare Heizsysteme, steuerbare Klimaanlagen, Leuchten oder Rollläden interessant.

Die heutige smarte Technologie lässt kaum eine Sparte offen. Das wissen mittlerweile auch die Kunden, weshalb es für die Immobilienbranche sehr wichtig geworden ist, dem Interesse auf diesem Gebiet entgegenzugehen.

Beliebte Technologien des Smart Homes im Überblick:

  • Steuerung per Smartphone oder Tablet
  • Intelligente Klima- und Heizungssteuerung
  • Automatisierte Rollläden
  • Vernetzte Unterhaltungselektronik (bspw. mit zusätzlicher Sprachsteuerung)
  • Alarmanlagen und Bewegungsmelder
  • Vernetzte Kameras
  • Glasbruch- und Körperschallsensoren

Der Technik sind keine Grenzen gesetzt

Die technologischen Möglichkeiten nehmen stetig zu, Systeme entwickeln sich weiter und neue Lösungen werden von Herstellern geschaffen. Das ist auch bei einem Smart Home so, was es Besitzern und Anbietern ermöglicht, die Wohnung immer weiter smart auszubauen, um das Interesse auf dem Immobilienmarkt zu erhöhen. Smarte Lösungen lassen sich entweder gleich bei einem Neubau berücksichtigen oder Immobilien wie Altbauten werden nachträglich damit aufgerüstet. Der Marktwert wird dadurch deutlich erhöht. Nicht nur im Haus, sondern auch rund ums Haus bis in den Gartenbereich ist mittlerweile eine Vernetzung möglich. Zum Beispiel lassen sich mittels Sensoren Pflanzen und Rasen via Bewässerungssystemen über das Internet komfortabel bewässern.

Was bringen Smart Homes für die Immobilienwirtschaft?

Das gestiegene Interesse an Smart Homes bzw. an smarten Features kann und sollte in der Immobilienbranche stets berücksichtigt werden. Bereits installierte, smarte Einrichtungen oder auch die mögliche Option dazu kann bei den Objekten als Luxus-Feature oder Multiplikator Anwendung finden. Zudem wird dadurch eine zielgerichtete Vermarktung möglich, bei dem gleich ein bestimmter Kundenstamm angesprochen und für eine größere Verbreitung gesorgt werden kann. So werden Makler, die bei ihren Objekten gezielt smarte Technologien mit herausstellen, deutlich erhöhten Anklang bei Kunden finden, als Immobilienmakler, die nur kurz die Möglichkeit erwähnen. Besonders im Bereich der Sicherheits- und Alarmsysteme mögen smarte Anwendungen begrüßt werden, da der Wunsch nach erhöhter Sicherheit in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist.

Technische Unterstützung zum Smart Home: Die Smart Home-Apps

Mit der smarten Ausstattung der eigenen Wohnung tendieren viele Wohnungsbesitzer und Mieter zu einer Art „universellen Fernbedienung“, mit der sich zahlreiche smarte Anwendungen steuern lassen. Die EINE Universal App gibt es aber nicht. Zwar sind gewisse Apps mit vielen Systemen kompatibel, eine App, mit der sich jedoch alle smarten Geräte einfach verbinden, gibt es allerdings (noch) nicht.

Das liegt mitunter daran, dass viele Hersteller nur die Nutzung der eigens dafür kreierten App vorsehen, in anderen Fällen liegen unterschiedliche Funkstandards vor. Allerdings bedeutet dies nicht, dass Nutzern nichts anderes übrigbleibt, als zig verschiedene Steurerungs-Apps herunterzuladen. Es gibt Apps, die sich mit Tausenden von smarten Produkten verbinden können und eine Steuerung zulassen. Eine dieser Smart Home Apps ist z. B. die Alexa App. Mit ihr lassen sich mitunter Geräte von GARDENA, Philips, Fitbit und vielen weiteren Marken verbinden. Es lohnt sich, bei einem Kauf- und Produktvergleich auf diese Option zu achten und als Makler seine Kunden auf diese Feinheiten bei der smarten Aufrüstung der Wohnung hinzuweisen.

Nicht jede Smart Home App ist jedoch gleich konzipiert, sondern überzeugt durch verschiedene Vorteile. So unterscheiden sich die Apps entweder mit einer optimalen Sprachsteuerung, einer besseren Ausstattung von enzyklopädischem Wissen, einem Rundum-Kundensupport, den richtigen Optionen für Sparfüchse oder durch weitere interessante Eigenschaften.

Smart denken lohnt sich

Der Einsatz von smarten Systemen bietet eine Menge Vorteile, die voraussichtlich in der Zukunft immer stärker Anklang finden mag. Solche Systeme vereinfachen die Bedienung, erhöhen die Sicherheit und helfen sogar, Kosten einzusparen. Wenn zurzeit auch nicht jeder Käufer oder Mieter zu einem Smart Home tendiert, wird dies für die kommenden Generationen jedoch immer interessanter sein. Hier gilt es für die Immobilienbranche samt erfahrenen und frischen Maklern Schritt zu halten und die Bedürfnisse bei der Präsentation von Immobilien entsprechend zu decken. Smarte Einrichtungen können in naher Zukunft durchaus zur Standardausrüstung eines Eigenheims gehören.

homeandsmart Redaktion David Wulf

Smart Home Experte und seit der Gründung bei home&smart. Geschäftsführer und Redaktionsleiter mit Blick für die neuesten Marktentwicklungen, außerdem als Referent auf zahlreichen Messen & Events vertreten. Stets up to Date über die aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Smart Home, E-Mobilität und Sprachassistenten. Die Frage nach dem vernetzten Leben von morgen ist sein Lebenselixir.

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