Alle Fragen zum Akkutausch bei E-Bikes beantwortet E-Bike Akku wechseln: Wie vorgehen?

Ein gut gepflegter Akku ist das Herzstück eines jeden E-Bikes und entscheidend für dessen Leistung und Lebensdauer. Doch irgendwann kommt auch der beste Akku ans Ende seines Lebenszyklus. Wann und wie der Akku dann ausgetauscht werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Nutzungshäufigkeit, Pflege und die Art des Akkus. Gemeinsam mit Akkuman beleuchtet wir die wichtigen Aspekte zum Thema Akkutausch bei E-Bikes.

Wir erklären, was es beim Akkutausch an einem E-Bike zu beachten gibt

Wann sollte der Akku bei einem E-Bike getauscht werden?

Die Lebensdauer eines E-Bike-Akkus wird hauptsächlich durch die Anzahl der Ladezyklen und die Art der Pflege bestimmt. Ein Ladezyklus wird definiert als ein vollständiges Aufladen des Akkus von 0 Prozent auf 100 Prozent. Moderne Lithium-Ionen-Akkus, die in den meisten E-Bikes verwendet werden, halten in der Regel zwischen 500 und 1.000 Ladezyklen, was etwa drei bis fünf Jahren intensiver Nutzung entspricht. 

Experte Akkuman rät dazu den Akku bei einem E-Bike spätestens nach zehn Jahren auf jeden Fall auszutauschen. Wer auf der Suche nach einem neuen Akku für sein Akku ist, wird bei Akkuman auf jeden Fall fündig.

Einige Anzeichen, dass der Akku ausgetauscht werden sollte, sind außerdem:

  • Deutlich reduzierte Reichweite: Wenn die Reichweite des E-Bikes trotz gleicher Nutzung und ähnlicher Bedingungen erheblich abnimmt, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass der Akku seine Kapazität verloren hat.
  • Vermehrte Ladezyklen: Wenn der Akku immer häufiger aufgeladen werden muss, um die gewohnte Strecke zurückzulegen, deutet dies ebenfalls auf eine nachlassende Kapazität hin.
  • Langsames Laden oder schnelles Entladen: Ein Akku, der länger zum Laden benötigt oder sich ungewöhnlich schnell entlädt, zeigt oft Alterungseffekte.
  • Physische Schäden: Sichtbare Schäden am Akkugehäuse oder Überhitzung während des Betriebs oder Ladevorgangs sind klare Indikatoren, dass der Akku ersetzt werden sollte.
  • Alterserscheinungen: Selbst, wenn der Akku äußerlich in gutem Zustand ist, kann er im Laufe der Jahre an Leistungsfähigkeit verlieren. Dies ist oft auf interne chemische Prozesse zurückzuführen, welche die Kapazität reduzieren. Pro Jahr können Akkus bis zu zehn Prozent ihrer Kapazität verlieren. 

Was kostet ein Akkutausch bei einem E-Bike?

Die Kosten für einen Akkutausch bei einem E-Bike variieren stark je nach Marke, Modell und Kapazität des Akkus. Grundsätzlich sollte man mit folgenden Kosten rechnen:

  • Neuer Akku: Ein Ersatzakku kostet in der Regel zwischen 300 und 1.000 Euro, kann aber auch bis zu 1.500 Euro kosten. Der Preis hängt besonders von der Kapazität (in Wattstunden, Wh) und der Marke ab. Akkus mit höherer Kapazität (z.B. 500 Wh oder 750 Wh) sind teurer als solche mit geringerer Kapazität (z.B. 300 Wh).
  • Arbeitskosten: Wenn der Austausch von einem Fachmann durchgeführt wird, fallen zusätzliche Arbeitskosten an. Diese können zwischen 50 und 100 Euro liegen, je nach Werkstatt und Aufwand.
  • Entsorgung des alten Akkus: Oftmals bieten Händler einen Entsorgungsservice für den alten Akku an, der entweder im Preis inbegriffen ist oder zusätzliche Kosten verursacht. Dies ist wichtig, da Akkus umweltgerecht entsorgt werden müssen.
  • Software-Updates und Kalibrierung: Bei manchen E-Bikes ist nach dem Akkutausch ein Software-Update oder eine Kalibrierung notwendig. Dies kann zusätzliche Kosten verursachen, die zwischen 20 und 50 Euro liegen können.

Zusammengefasst sollte man für einen Akkutausch bei einem E-Bike insgesamt mit Kosten zwischen 350 und 1.600 Euro rechnen. Je nach Akkutyp und Werkstatt. Es lohnt sich also, Preise zu vergleichen und Angebote einzuholen, um die besten Konditionen zu finden. 

Je nach Typ und Kapazität des Akkus können die Preise sehr variieren. Vergleichen lohnt sich

Was zunächst recht kostspielig klingt, ist oft aber immer noch deutlich günstiger als ein neues E-Bike zu kaufen. Außerdem ist der Tausch eines Akkus deutlich nachhaltiger, da damit das bisherige E-Bike noch länger genutzt werden kann. 

Tipps zur Verlängerung der Akku-Lebensdauer

Einige einfache Maßnahmen können helfen, die Lebensdauer des E-Bike-Akkus zu verlängern und die Notwendigkeit eines frühzeitigen Austauschs hinauszuzögern:

  • Regelmäßige Nutzung: Akkus, die regelmäßig genutzt und geladen werden, bleiben länger leistungsfähig als solche, die lange ungenutzt herumliegen.
  • Richtige Lagerung: Die Akkus sollten bei Nichtgebrauch an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Extreme Temperaturen, insbesondere Hitze, können die Lebensdauer eines Akkus erheblich verkürzen.
  • Teilladungen bevorzugen: es sollte vermieden werden, den Akku ständig vollständig aufzuladen oder zu entladen. Teilweise Ladungen (z.B. zwischen 20 % und 80 %) sind besser für die Lebensdauer des Akkus.
  • Schonendes Laden: Am besten immer das vom Hersteller empfohlene Ladegerät nutzen und Schnellladungen vermeiden, da diese den Akku stärker belasten.
  • Pflege und Wartung: Die Kontakte des Akkus regelmäßig reinigen und auf sichtbare Schäden überprüfen. Auch die Software des E-Bikes sollte regelmäßig aktualisiert werden, falls erforderlich.

Der Austausch eines E-Bike-Akkus wird unvermeidlich, wenn Anzeichen von Kapazitätsverlust oder physischen Schäden auftreten. Die Kosten für einen neuen Akku und den Austausch können variieren, sind aber eine lohnende Investition, um die Leistungsfähigkeit sowie Reichweite des E-Bikes zu erhalten. 

Durch richtige Pflege und Nutzung kann die Lebensdauer eines Akkus verlängert werden, wodurch die Notwendigkeit eines Austauschs hinausgezögert werden kann. Ein gut gewarteter Akku trägt nicht nur zur Freude am Fahren bei, sondern auch zur Langlebigkeit des E-Bikes insgesamt.

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Carsten Kitter

Carsten Kitter ist Redakteur bei der homeandsmart GmbH und unter anderem Experte für Mäh- und Saugroboter, smarte Beleuchtung, Amazon Alexa, Google Home und Apple HomeKit. Zuvor sammelte er beim Karlsruher Online-Portal ka-news.de viel Erfahrung als Journalist. Der gebürtige Karlsruher verfügt über einen Bachelor-Abschluss im Bereich Angewandte Medien mit Schwerpunkt Sportjournalismus und Sportmanagement an der Hochschule Mittweida.

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