Der Weg zur Praxistauglichkeit Das E-Auto im Alltag

Elektroautos sind bereits seit einigen Jahren in aller Munde, nehmen jedoch auf unseren Straßen immer noch eine sehr untergeordnete Rolle ein. Dass sie die Transportmittel der Zukunft sein werden, wird nur von sehr wenigen Fachleuten bezweifelt. Dennoch scheint die Entwicklung nur langsam zu verlaufen.

Elektrofahrzeuge und Ladesäulen sind im Alltag noch recht selten anzutreffen

Obwohl praxistaugliche Fahrzeuge bereits seit einiger Zeit erhältlich sind, ist das Elektroauto als Grundfeste der Mobilität noch nicht wirklich etabliert. Nur die wenigsten Käufer ziehen aktuell schon ein E-Auto ernsthaft in Erwägung oder schließen Verbrenner als Alternativen gänzlich aus.

Es muss also noch Einiges passieren, bevor sie ein waschechtes Konkurrenzprodukt zu traditionellen Benzin- und Dieselmotoren werden. Doch was muss sich im Detail noch verändern, damit sie für Verbraucher aller Art eine rentable Alternative werden?

Elektroautos aktuell

Im Jahr 2018 machten in Deutschland E-Autos nur etwa ein Prozent der neu zugelassenen Vehikel aus, so die Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes. Das ist zwar bereits eine beachtliche Zahl, wenn man sie mit den Werten vor einigen Jahren vergleicht – jedoch noch weit weg vom eigentlichen Möglichen.

In Norwegen beispielsweise haben batteriegetriebene Fahrzeuge bereits einen wesentlich höheren Marktanteil – dort kratzen sie bei Neuanschaffungen bereits an der 50 Prozent Marke. Auch in den Niederlanden, die eine ähnliche Infrastruktur vorweisen, haben E-Autos zuletzt stark zugelegt.300

Hier in Deutschland scheinen die Entwicklungen jedoch langsamer zu verlaufen und auch in wichtigen Automobilmärkten wie den USA stellt sich nur schleichend eine Akzeptanz ein. Auch bei den Herstellern ist dieser Status Quo noch sehr offensichtlich.

Branchenüberblick

Auf der IAA in Frankfurt wurden im September trotz der grundlegenden Ausrichtung der Messe auf Innovation und Fortschritt immer noch überwiegend neue Verbrenner vorgestellt, so dass sie sich die Bühne der Industrie bis heute mit den neuen Elektroautos teilen. Auch die Tatsache, dass noch kein großer europäischer Hersteller vollständig auf elektrische Modelle umgestiegen ist, spricht Bände.

Obwohl das Interesse an den Fahrzeugen durchaus vorhanden ist scheint es also noch einige Probleme zu geben, die sie davon abhalten, von den Konsumenten bereitwillig aufgenommen zu werden. Wenn alle oder zumindest einige dieser Faktoren wegfallen, dürfte dem Erfolg der surrenden Elektromotoren nichts mehr im Wege stehen.

Der Preis

Die meisten Autokäufer werden nach wie vor vom hohen Anschaffungspreis eines neuen elektrischen Fahrzeuges abgeschreckt. Die Kosten liegen, gemessen an ansonsten vergleichbaren Benzinern, deutlich höher. So bezahlt man für einen neuen Skoda Citigo mit Akku gut 16.000 Euro selbst nach Förderungen – der Listenpreis liegt bei 20.950 Euro.

Der Super-Citigo mit vergleichbarem Motor startet bei unter 11.000 Euro – also zahlt man noch fast das Doppelte, wenn man mit einem Kleinstwagen einsteigen möchte. Bei größeren Mittelklasse-Fahrzeugen und Limousinen sieht es nicht anders aus.

Ein Hauptproblem ist auch, dass die großen Fahrzeuge, die auch mit immer besseren Reichweiten daherkommen, bei den meisten Herstellern Flaggschiff-Charakter haben. Sie verfügen entsprechen über eine sehr starke Motorleistung und sehr hochwertige Ausstattung, um attraktiv auf Enthusiasten zu wirken.

Wenn die ersten E-Autos bekannter Marken Lücken in der Ausstattung hätten, wäre dies sicherlich nicht gut fürs Image – so wohl die Annahme der Hersteller. Doch dadurch steigen die Preise der Elektrowagen natürlich deutlich, was sie für viele Kunden noch unerreichbar macht.

Kleinere Modelle fehlen

Es ist also kaum eine echte untere Mittelklasse verfügbar – zumindest, wenn man nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis geht. Erst, wenn Wagen vom Kaliber eines Renault Zoe nicht mehr das gleiche kosten, wie Benziner aus der darüber liegenden Klasse, dürfte die breite Masse an Konsumenten angesprochen werden. So lange man für einen ähnlichen Preis einen deutlich höherklassigen Verbrenner erhält, ist die Unwirtschaftlichkeit für die meisten Käufer zu offensichtlich.

Die gesonderten Parkflächen für Elektrofahrzeuge bleiben derzeit oft noch leer

Der Gebrauchtmarkt ist noch nicht so weit

Ein weiteres Problem, das die Attraktivität von E-Autos für viele Käufer mindert: Es scheint in vielen Fällen einfach nicht sinnvoll zu sein, elektrische Gebrauchtwagen zu kaufen. Das liegt an mehreren Gründen:

Es gibt noch kein großes Marktvolumen: Da noch recht wenige E-Autos gekauft werden, gibt es natürlich nur eine geringe Anzahl, die bereits erneut verkauft werden. Gebrauchtwagen sind als wirtschaftliche Option die beste Möglichkeit, hochwertige Fahrzeuge zu guten Preisen zu bekommen – also auch bei teureren Elektroautos grundsätzlich interessant.

Eine Stichprobe auf einem beliebten Gebrauchtwagen-Portal hat jedoch ergeben: Unter 19.000 Euro gibt es im Raum Frankfurt am Main aktuell über 58.000 Wagen mit Benzinmotor, während man mit den gleichen Parametern ganze 154 Elektroautos findet.

Der Qualitätsabfall älterer Wagen: Autos mit elektrischem Antrieb sind noch recht neu und ein Gebiet, auf dem es immer noch viele Innovationen gibt. Die Modelle von vor einigen Jahren, die nun im traditionell besten Alter für den Wiederverkauf wären, sind vor allem bezüglich der Reichweite nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Da vor allem dieser Punkt wichtig für die Kaufentscheidung vieler Interessenten ist, verlieren viele verfügbare Gebrauchtwagen an Attraktivität.

Die Batterien: Der Akku büßt nach einigen Jahren einen Teil der ursprünglichen Kapazität ein oder kann durch einen Defekt die Reichweite stark verringern. Dann kommt der Kostenpunkt eines neuen Akkus nochmal auf den Preis eines gebrauchten Wagens drauf – so zumindest die Angst vieler Fahrer. In der Praxis sind viele Akkus auch nach mehreren Jahren und Kilometern noch einwandfrei, doch die hohen Kosten, sollte er ersetzt werden müssen, schrecken dennoch ab.

Damit sich Autos in der gesamten Breite der Gesellschaft etablieren, ist ein florierender Gebrauchtmarkt extrem wichtig. Fast doppelt so viele Autos wechseln hierzulande aus erster oder zweiter Hand den Besitzer, als Neuwagen angeschafft werden – selbst, wenn Firmenwagen bereits einberechnet werden.

Diese Situation dürfte sich innerhalb der nächsten Jahre nach und nach verbessern. Sobald mehr Menschen in der Lage sind, sich mit dem Kauf eines günstigen E-Autos von der neuen Antriebsart zu überzeugen, wird auch ihr Interesse an Neuwagen der gleichen Kategorie wachsen, so dass die kritische Masse schlagartig schneller erreicht wird.

Mögliche Förderung für Stromer

Doch bis dahin sind die Anschaffungskosten noch nicht niedrig genug, um Käufer zu überzeugen, die sich rein nach Preis-Leistung und Praktikabilität entscheiden. Für Enthusiasten neuer Technologien oder umweltbewusste Autofahrer rücken die Preise jedoch mittlerweile in tolerierbare Bereiche.

Junge Käufer, die bei diesen Themen eigentlich die wichtigsten Ansprechpartner sind, tun sich dennoch teilweise schwer mit den aktuellen Preisen. Doch dafür gibt es Möglichkeiten zu Förderungen wie beispielsweise dem Wegfall der KFZ-Steuer bis 2021 und Zuschüssen von bis zu 4.000 Euro auf den Kaufpreis.

Wer sich einen E-Wagen wünscht, kann diese Förderungsmöglichkeiten nutzen und beispielsweise mit einem zweckgebundenen Kredit kombinieren. Viele Anbieter bieten eine Reihe von Möglichkeiten, um die Rahmenbedingungen möglichst vorteilhaft gestalten zu können – passend zu den eigenen Lebensumständen und zur jeweiligen Einkommenssituation. Gerade beim Kauf von Neuwagen kann man etwa durch Barzahler-Rabatte nochmals sparen. Zusammen mit der aktuellen Zinslage und den staatlichen Förderungen rückt der Preis dann in erreichbare Nähe, wodurch sich der Traum vom Umstieg auf das Elektroauto für viele erfüllen lassen dürfte.

Der Abstand schrumpft

Die wirtschaftlichen Vorteile, die Verbrenner gegenüber den neuen Antriebsarten haben, werden also immer geringer. Je ausgereifter die aktuellen Modelle sind, desto kleiner wird das Risiko des akuten Preisverfalls von Elektroautos nach wenigen Jahren.

Wenn nun noch zusätzliche Förderungen – oder umgekehrt, beispielsweise höhere Besteuerungen auf fossile Kraftstoffe – dazukommen, dürfte genügend Reiz geschaffen werden, um die Marktsituation ordentlich umzukrempeln.

Die Kapazitäten der Akkus sind einer der vielen Knackpunkte, an denen bei der Elektromobilität noch gearbeitet werden muss

Die Reichweite

Neben den noch hohen Kosten bei der Anschaffung ist die Reichweite der Elektroautos der zweitwichtigste Punkt, warum wir von Dieselmotoren verwöhnten Autofahrer den Akkus noch nicht vertrauen wollen.

Autos sind für uns Begleiter im Alltag, an deren Vielseitigkeit wir uns gewöhnt haben – mit einem elektrischen Vehikel wie dem Nissan Leaf, der mit einer Akkuladung um die 300 Kilometer schafft, wird der spontane Roadtrip zu Verwandten oder Freunden in einem anderen Bundesland etwas komplizierter.

Selbst ein kleines Stadtauto, das sonst nur für Einkäufe und sehr kurze Fahrten verwendet wird, kann mit einer Tankfüllung Hin- und Rückweg locker bewältigen – ein Elektroauto jedoch in vielen Fällen nicht.

Zwar macht das das Überbrücken größerer Distanzen nicht unmöglich – es gibt schließlich immer noch öffentliche Verkehrsmittel, Mietwagen und Lademöglichkeiten unterwegs – die absolute Freiheit und Flexibilität ist jedoch etwas eingeschränkt, die Möglichkeiten zum Großteil auf innerstädtische Fahrten begrenzt.

Ein Problem, was längere Fahrten noch zusätzlich erschwert: Das Netz von öffentlichen Ladestationen ist noch nicht vollständig überzeugend. Zwar nimmt die Zahl stetig zu – unter anderem auch schnelle Tesla-Supercharger, an dem jedoch nur Fahrzeuge des amerikanischen Vorreiters laden können – ein vollständig flächendeckendes Netz ist es jedoch noch nicht, so dass man bei den Fahrten etwas vorausplanen muss.

Bei den meisten Autos dauert der Ladevorgang auch so lange, dass sich die Reisezeit dadurch spürbar verlängert – ein Supercharger macht das Fahrzeug in unter dreißig Minuten bereit für die nächste Etappe, andere öffentliche Säulen benötigen zwischen fünfzig Minuten und drei Stunden.

Sowohl die grundlegende Reichweite, als auch die Möglichkeiten zum Aufladen des Akkus unterwegs sind also noch Aspekte, die mit etwas Verbesserung die Praxistauglichkeit spürbar verbessern würden. Ein erwarteter Meilenstein auf diesem Gebiet ist die Marktreife der Innolith-Batterien, die in wenigen Jahren erreicht werden könnte.

Diese versprechen, endlich einen geeigneten Konkurrenten für die Tesla-Akkus auf den Markt zu bringen, wovon viele Automobilhersteller profitieren könnten. Der Sprung auf eine mehr als akzeptable Reichweite in jedem Elektroauto scheint also in greifbarer Nähe zu sein.

Bislang ist Tesla der einzige Anbieter, der den „Tankvorgang“ an den Ladestationen mit den Superchargern auf eine akzeptablere Zeit reduzieren konnte

Die Praxistauglichkeit und Nutzerfreundlichkeit

Für den durchschnittlichen Fahrzeugnutzer, der sich nicht zu tief mit der Technik beschäftigen möchte und das Auto als selbstverständliches Werkzeug versteht, sind einige Aspekte von Elektroautos nicht besonders intuitiv. Teilweise alleine schon, weil es sich um eine neue, noch fremde Technologie handelt.

Beispielsweise sollten die Akkus im Optimalfall nie 100 Prozent, aber auch nie Null Prozent Ladung erreichen, da sich dies negativ auf die Lebensdauer auswirkt. Auch zehrt jeder Ladevorgang an der Konstitution der Batterie, weshalb man zu häufiges Schnellladen vermeiden sollte, stattdessen – wenn möglich – immer über Nacht an der langsamen Steckdose.

Auch der Umgang mit der Reichweite ist nicht ganz einfach – etwa, dass die Leistung sinkt, wenn es sehr kalt ist oder dass die Sitz- und Cockpit-Heizung sehr viel Energie verbraucht, was sich direkt auf die Kapazität auswirkt. Der Effekt der Reisegeschwindigkeit auf den durchschnittlichen Verbrauch ist linearer und somit spürbarer als beim Verbrennungsmotor. Das alles ist nicht direkt verständlich, wenn man sich nicht tiefer damit beschäftigt.

Noch sind diese und andere mehr oder weniger unbekannte Aspekte sicherlich Ursache für Frustration mit dem ersten elektrischen Fahrzeug, vor allem, wenn die Akkuleistung ohnehin schon eher niedrig ist. Mit etwas mehr Verbreitung und dadurch entstehender Aufklärung, aber auch mit Verbesserungen der zu Grunde liegenden Techniken dürften sich zumindest diese Probleme bald in Luft auflösen.

Die eigenständige Vermarktung

Elektroautos unterschieden sich in ihrer Funktionsweise stark von herkömmlichen Fahrzeugen – und sollten daher auch in vielerlei Hinsicht ihren eigenen Regeln folgen. Den meisten Herstellern scheint dies jedoch aktuell noch schwer zu fallen – sie gehen noch ungern große Risiken ein und vertrauen weitestgehend den Vorgehensweisen, die sich bei Verbrennern etabliert haben.

So erinnern beispielsweise Optik und Stil der meisten E-Autos sehr stark an herkömmliche Modelle. Schwere, große SUVs werden mit E-Antrieb angeboten, klassische Fronten wiegen vor obwohl kein Motor mehr unter der Haube ist und so weiter.

Altbewährtes hält länger?

Es scheint, als würden die meisten Hersteller sich nicht trauen, wirklich neue Wege zu gehen, sondern lieber das weiterführen, was aktuell gut funktioniert. Der Formfaktor von SUVs ist sehr populär, aber für ein Elektro-Auto nicht gut geeignet.

Doch da sich SUVs aktuell gut verkaufen, packen die Produzenten ihre Elektrotechnik gerne in diese schweren Karosserien, obwohl diese wiederum die Reichweite negativ beeinflussen. Kleinere, leichte Elektroautos werden hauptsächlich als ökonomische Kompaktwagen konzipiert und orientieren sich auch optisch daran.

Dadurch entsteht aber ein gegenläufiger Effekt, der den Eindruck entstehen lässt, dass sich bei Elektroautos nur der zu Grunde liegende Antrieb leicht unterscheidet aber sonst alles gleich ist – dadurch fallen die Autos nicht sonderlich als innovative Neuheiten auf.

Zwar zeigen auf der IAA in Frankfurt viele Hersteller verschiedene Konzeptwagen, die sich vollständig den neuen Voraussetzungen von Akku-Antrieben verschrieben haben und dies auch im Design bis ins Detail ausdrücken – doch bei aktuell verfügbaren Modellen sucht man dabei noch vergeblich.

(Optische) Alleinstellungsmerkmale fehlen noch

Auch – oder vor allem – die sehr erfolgreichen Fahrzeuge von Tesla sind kaum von herkömmlichen, großen sportlichen Limousinen unterscheidbar. Für Menschen, die an der E-Technik ohnehin interessiert sind das signifikante Wagen, doch für die meisten anderen Verbraucher kaum auffällig. Ein Alleinstellungsmerkmal, das auf die neue Technologie aufmerksam macht, erreicht man so nicht.

Auch werden Eigenschaften, die speziell E-Autos voneinander abheben und so zu Verkaufsargumenten werden, in der Öffentlichkeit noch kaum diskutiert. Insbesondere der cW-Wert als Faktor für den Luftwiderstand, hat es noch nicht in die massentaugliche Marketingsprache geschafft. Er ist neben dem Akku der wichtigste Aspekt für die Leistungsfähigkeit des Autos.  

Unter anderem auch daher kommen viele Hersteller mit Designs mit breiter Front, entsprechend großer Stirnfläche und suboptimalem cW-Wert davon – da diese Kennzahl außer in Fachkreisen kaum im Diskurs aufkommt. Mit dem Mut zum Schritt in Richtung wahrer Innovation und der entsprechenden Vermarktung könnten Elektroautos so neuen Rückenwind bekommen.

Vor allem in Innenstädten können Elektrofahrzeuge zur Senkung der Luftbelastung beitragen

Auch ein weiterer wichtiger Aspekt, der besonders bei Kritikern von E-Mobilität häufig herhalten muss, ist nicht genügend im Gespräch: Die Tatsache, dass mit Elektromotoren Abgase aus den Stadtzentren ausgelagert werden wird als Vorteil bisher zu wenig beleuchtet.

Zwar stimmt es natürlich, dass auch Elektroautos Strom verbrauchen und somit solange dieser nicht rein aus erneuerbaren Energiequellen stammt, eine suboptimale CO2-Bilanz vorweisen. Doch der Hauptvorteil steht nicht nur in der Vorbereitung des Fuhrparkes auf eine ökologischere E-Mobilität in der Zukunft, wenn Ökostrom zur Norm geworden ist.

Einen direkten Effekt auf unsere Gesundheit könnte man nämlich durch eine Zunahme des Anteils von E-Autos in unseren Innenstädten erreichen. Dadurch, dass die Energie für den Transport nicht mehr im Auto mit Abgasen als Nebenprodukt produziert wird, sondern aus Kraftwerken (egal welcher Art) stammt, wird die Luft der Innenstadt durch den Straßenverkehr weit weniger belastet.

Fazit: Das E-Auto von heute braucht keine größeren, aber viele kleinere Verbesserungen

Es gibt viele kleinere Aspekte, die zum aktuellen Zeitpunkt noch dafür verantwortlich sind, dass Elektroautos trotz des Hypes und dem wachsenden Interesse am Klimaschutz noch nicht den Markt vollständig erobert haben.

Jeder einzelne ist nur wenig einflussreich oder – zumindest von bestimmten Nutzergruppen – verschmerzbar. Aber in ihrer Gesamtheit führen sie dazu, dass die Automobile der Zukunft den wirklichen Durchbruch noch nicht geschafft haben.

Auch, wenn die Entwicklungen eher langsam von Statten gehen, da sie parallel zu einem immer noch starken Markt für Verbrennungsmotoren vorangetrieben werden, dürfte die Wasserscheide bald erreicht werden – wenn sich die Reichweite und die Dichte des Ladestationen-Netzes in der Mitte treffen verschwinden die größten Nachteile.

Wenn außerdem noch die Kosten unter eine bestimmte Grenze sinken, so dass E‑Autos auch aus wirtschaftlicher Sicht Sinn machen – pro Kilometer sind sie ja heute bereits deutlich günstiger als Diesel oder Benziner, wodurch sich die Anschaffungskosten theoretisch irgendwann amortisieren – dürfte sich der gesamte Markt schneller revolutionieren.

Wann dieser Punkt erreicht wird, ist nicht einfach zu bestimmen – Experten nennen immer wieder Jahreszahlen zwischen 2022 und 2035 – doch er wird kommen, mangels ähnlich marktnaher Wettbewerber.

homeandsmart Redaktion Samira Kammerer

Teil des Gründerteams, von Anfang an mit viel Herzblut dabei. Verantwortliche für das Ressort E-Mobilität bei homeandsmart. Zu ihren Lieblingsthemen zählen außerdem smarte Gadgets, Fitness-Tracker und intelligente Haushaltsgeräte. Als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs.